Manchmal bin ich etwas überrascht: Seit mehr als 15 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Tod und Sterben. Für mich ist das alles so natürlich und klar. Doch täglich erreichen mich zahlreiche neue Nachrichten von Menschen, die sich nun mit dem Leben nach dem Tod auseinander setzen möchten. Als Jenseits-Medium freut es mich auf der einen Seite zu sehen, dass sich so viele Menschen Gedanken machen und sich öffnen, das Leben und Sterben ganzheitlich anzusehen. Es freut mich, weil ich überzeugt bin, darin liegt sehr viel Heilung und Entwicklung. Leider aber sind die Schicksale dahinter meist sehr traurig und machen auch mich sehr betroffen. Auf der anderen Seite also erkenne ich, dass ich die Aufklärungsarbeit noch viel mehr im jetzigen Leben machen will. Wie oft denke ich zum Beispiel bei Fragen aus dem Publikum: „Viele Sorgen könnte man sich sparen, wenn wir bewusster leben würden. Dazu gehört auch, sich mit dem Sterben auseinander zu setzen.“

Deswegen möchte ich dir hier eine Kolumne über das Sterben schreiben, aus total irdischer Sicht. Mache dir als erstes bewusst: Wir kommen alle, und wirklich alle, aus diesem Spiel Leben nicht lebendig heraus. Egal wie alt oder wie jung du bist, egal wie spirituell oder nicht spirituell du bist. Physisch sterben wir. Und egal, ob du an ein Leben nach dem Tod glaubst oder nicht, einige Gedanken-Inputs sind für alle wichtig:

Ein häufiges Problem, das im Falle eines unerwarteten Todes auftritt, ist der Streit. Also die Situation, wenn jemand stirbt, und man ist nicht im Frieden auseinander gegangen. Deswegen kläre so viele Disharmonieren in deinem Leben wie es nur geht. Frag dich bei jedem Streit: Lohnt es sich, darüber zu streiten? Vielleicht siehst du diese Person nie wieder, weil einer von euch stirbt. Es geht nicht darum, sich deswegen Sorgen zu machen. Wir sollten das Leben aber auch nicht immer so als Selbstverständlichkeit anschauen. Wie oft habe ich es in den Sitzungen erlebt, dass jemand den Partner verloren hat und zuvor gab es einen unnötigen Streit zum Beispiel über die Zahnpasta-Tube, die offen war. Man denkt: „Ich geh jetzt zur Arbeit und am Abend klärt sich dies schon!“ Dann ist einer gegangen, wütend, verletzt und am Abend gab es keine Klärung mehr … Hat sich dieser Konflikt gelohnt? Wohl kaum.

Sage deinen Liebsten, deinen Kinder, Freunden und deinem Partner auch so oft es geht, was du für sie empfindest. Lass sie wissen, dass du stolz auf sie bist und sie liebst. Zu oft denken wir: „Die wissen das doch!“ und schweigen. Doch gerade dies wird so oft betreut, wenn der Tod in unser Leben tritt. Das Nicht-Sagen kann dann zur enormen Belastung werden für den Hinterbliebenen.

Rede auch darüber, wie du dir deine Beerdigung vorstellst. Klingt ungewöhnlich, ich weiss. Doch Tatsache ist, dass viele Klienten fragen: „War XY zufrieden mit der Beerdigung? Hat alles gestimmt?“ Wer besondere Wünsche hat, soll das doch schon im Leben sagen, es wäre so viel einfacher!

Falls du jemanden kennst, der krank oder pflegebedürftig ist, im Krankenhaus oder Pflegeheim, so verschiebe das Besuchen nicht. Zu viele leben nachher mit Schuldgefühlen, weil sie den Besuch immer verschoben hatten: „Nächste Woche besuche ich dann Oma.“ Doch wenn Oma dann vor dem nächsten Besuch stirbt, bleiben Schuldgefühle zurück.

Zum Schluss mache dir bewusst, du brauchst keine Angst zu haben vor dem Tod. Hartnäckig hält sich der Mythos, dass nicht alle an einen schönen Ort kommen. Darüber habe ich zwar schon so oft geschrieben, aber ich möchte es hier nochmals klar sagen: Wir kommen alle ins Licht. Auch haben wir in der Geistigen Welt keine Schmerzen oder andere Probleme mehr. Weil sowohl Schmerz, wie auch Behinderungen oder andere Defizite haben ihren Ursprung im Körper. Und diesen lassen wir hier auf der Erde zurück. Es wird auch niemand alleine sein in der Geistigen Welt. Wir treffen auf unsere Verwandten und Freunde, die vor uns gegangen sind und auf unsere Geistführer und Engel. Ja, sogar unsere verstorbenen Haustiere warten auf uns.

Falls du mehr über das Thema Tod und Sterben wissen möchtest, findest du vieles darüber in meinem Buch: Botschafter der unsichtbaren Welt.

Und vergiss nicht: Lebe dein Leben! Love can never die.

In Liebe, Pascal
www.pascal-voggenhuber.com

Gerne darfst du den Blog teilen, wenn er dir gefällt. 🙂

1 Antwort
  1. Lisa
    Lisa sagte:

    Hallo Pascal

    Du sprichst, dass man alle Verwandten und Bekannten in der geistigen Welt wieder sehen wird, dass sie einem erwarten. Was ist denn mit denen Menschen, die man lieber nicht mehr sehen möchte..?
    Muss man denn immer alle wie ein Rattenschwanz hinter sich herziehen, resp. sich immer und immer wieder mit ihnen auseinandersetzen? Oder anders gefragt: wird man denn die ‚liebe‘ Verwandschaft gar nie los? 😉

    Antworten

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