Manche Menschen jammern für ihr Leben gerne. Und sind wir ehrlich, die spirituelle Szene ist da keine Ausnahme. Ich beobachte manchmal Menschen, die zwar sehr bewusst leben, aber trotzdem unbewusst jammern und in einer Art Warteposition verharren. Warten auf den grossen Erfolg? Warten auf die aussersinnlichen Fähigkeiten? Oder gar Warten auf die Erleuchtung? Oder dann glauben sie nicht an ihren eigenen Erfolg und bleiben auf dem Mantra sitzen «Auch ohne Geld kann man glücklich sein». Das ist natürlich richtig und auch ehrenwert, aber meiner Meinung nach doch nur die halbe Wahrheit. Wer hat uns denn die Flausen in den Kopf gesetzt, dass Armut spirituell ist?

Menschen, die in der spirituellen Szene erfolgreich sind, werden oft von anderen beschimpft als geldgierige Abzocker oder Scharlatane. In Wahrheit sind diese Menschen aber ganz einfach erfolgreich, mit dem was sie tun. Dass Erfolgreiche entsprechend auch mehr Geld haben, ist dann nur noch die logische Konsequenz. Der Schlüssel zum Erfolg liegt kurz gesagt darin, das zu tun, was du von Herzen gerne tun möchtest. Und verfolge das mit dem Glauben ans Gelingen, mit Mut und durchaus auch etwas hartnäckig. Bewusst lebenden Menschen ist klar, dass der Erfolg so am ehesten eintreten kann. Es ist auch nichts falsch daran, erfolgreich und damit reich zu sein. Ich könnte sogar sagen, es ist deine Verpflichtung, reich zu werden. Denn nur ein Reicher kann teilen. Ein Armer hat finanziell gesehen nichts zu geben. Es nützt nicht viel, wenn ein Armer mit einem Armen die Armut teilt. Versteht ihr?

Reichtum ist nicht nur Geld
Natürlich, unter «reich-sein» verstehe ich nicht nur Geld. Und mit «arm-sein» auch nicht nur das fehlende Geld. Viele Menschen sind arm an Zeit, arm an Zielen, arm an Tatkraft, arm an Selbstbewusstsein, arm an Visionen, arm an Liebe, arm an Zufriedenheit, arm an Selbstliebe, arm an Gesundheit, arm an Freude und vielem mehr. Diese Armut ist viel subtiler und wird deshalb oft nicht erkannt. Doch wer arm bei den wesentlichen Dingen ist, wird auch arm im Geldbeutel bleiben. Ihr kennt natürlich alle die Resonanzgeschichte (ich bin selbst ein Fan davon), aber man kann sie nie oft genug wiederholen: Wie im Innen, so im Aussen. Wer «arm» denkt, fühlt und handelt, zieht die Armut in allen Facetten an. Wer innerlich «reich» ist, wird auch das äusserliche Reichtum in sein Leben ziehen.

Das Jammern und die Selbsttäuschung
Der erste Schritt zum inneren und äusseren Reichtum ist so schön simpel, aber zugegeben auch etwas knifflig: Aufhören mit Jammern! In den Spiegel der Tatsachen schauen und aufhören, ständig Ausreden zu suchen, warum man selber nicht erfolgreich sein kann. Warum das nur anderen vorenthalten ist. Wieso sage ich euch, es sei knifflig? Weil die Leute ziemlich oft gar nicht merken, dass sie nach wie vor jammern, sich selber was vormachen oder sich logisch klingende Erklärungen einreden. Diese Selbsttäuschung zu durchschauen ist gar nicht so einfach. Ich nenne euch ein Beispiel … daran werdet ihr merken, was ich mit Selbsttäuschung meine:

Ihr kennt das Bild sicher,wenn übergewichtige Menschen vor dem Spiegel stehen, sich angrinsen und, wie es in der Literatur empfohlen wird, ständig Sätze zu wiederholen wie: «Ich bin schön. Ich bin schlank. Ich bin wohlgeformt. Ich bin wunderbar!» Leute, entschuldigt, wenn ich das so sagen muss, aber ganz ehrlich, das funktioniert nicht! Denn wir erreichen mit solchen Sätzen nicht unser Unterbewusstsein! Diese Worte laufen auf direktestem Weg unserem Verstand in die Arme und der bringt seine eigene Wahrheit auf den Punkt: «Hey, du bist fett und scheinbar auch noch blind!»

Es bringt auch nichts, wenn wir Erfolg und Reichtum vor uns hin bestellen und betteln, egal ob bei den Engeln, beim Universum, beim Geistführer oder bei Gott persönlich. Es ist nicht falsch, aber reichen wird es auf die Dauer höchstens für den Erfolg eines freien Parkplatzes. Denn Bestellen und Bitten ist Mangelbewusstsein. Kein Schöpferbewusstsein.

Doch wie wird man Schöpfer?
Ganz einfach, in dem man echt wird. Ja, echt! Pur! Leibhaftig. Motivations-Literatur wird oft falsch verstanden. Man meint, man müsse ständig grinsend durch die Welt gehen und krampfhaft jeden negativen Gedanken vermeiden. Darum geht es nicht. Wenn beispielsweise etwas schief läuft, neigen so viele zum Satz: «Es ist gut, wie es ist!» Damit bist du zwar schon mal aus dem Dauerjammern raus, aber geh noch einen Schritt weiter. Der wahre Schöpfer erkennt: «Dieses Resultat ist nicht ideal, etwas muss ich ändern, damit es ideal wir». Wenn du Schöpfer bist, wirst du nicht das Negative vermeiden, ignorieren oder schönreden, sondern du wirst es sehen, anerkennen und dich dann mit dem Spiegel der Tatsache auseinandersetzen: Warum erlebe ich das? Was hat das mit mir zu tun? Wo gehe ich gegen das Gesetz der Resonanz, damit ich das überhaupt in mein Leben ziehe?

Ich gebe euch noch einmal ein Beispiel: Du bist gerade daran, dich über einen unehrlichen Menschen in deinem Umfeld aufzuregen. Lästernde und negativ Gedanken sind in deinem Kopf. Nun glaube nicht, dass dieser Mensch das Problem ist. Sondern erkenne, dass er nur unehrlich zu dir war, weil du diese Eigenschaft selbst in dir hast. Ja, das ist hart und ungemütlich zu erkennen, aber es ist ehrlich und die Wahrheit.
Ein Schöpfer beobachtet sein Umfeld und sieht, was gut ist und was nicht. Er erkennt es an den Umständen und Situationen in seinem Leben. Ich formuliere es mal so: Ein Schöpfer verändert nicht die Welt, sondern er verändert sich selber und somit die Welt. Er gibt nicht dem Bösen oder den bösen Menschen die Schuld, sondern er weiss, dass er die Verantwortung für alles trägt, was in sein Leben kommt.
Dieser Satz kann sich für dich gut oder schlecht anfühlen. Er zeigt, ob du Opfer oder Schöpfer bist. Opfer werden krampfhaft nach Möglichkeiten suchen, diesen Satz zu widerlegen. Ein Schöpfer hingegen wird erleichtert ausatmen und sagen: «Ich habe mein Leben ab jetzt für immer in der Hand».

Vom Opfer zum Schöpfer
Es ist auch gar nicht kompliziert, ein Schöpfer zu werden. Wir müssen nur aufhören, uns etwas vorzumachen und zu warten, bis es besser wird. Warten auf bessere Zeiten, warten auf den Lottogewinn, warten bis alles anders wird … Warten ist der reinste Stillstand. Wir sehen ja, was nicht gut läuft in unserem Leben. Daran können wir arbeiten. Dazu stelle ich die Schöpferfragen: «Was hat das mit mir zu tun?» Dann können wir anfangen, daran zu «arbeiten». Und ja, es ist manchmal auch harte Arbeit. Und ungewohnte Arbeit, denn es ist eine Arbeit an mir selbst. Ich kann bekanntlich nur mich selbst verändern, aber damit ändert sich die Welt.

Erkenne, dass du Schöpfer bist. Ein Schöpfer darf auch mal ein Tief haben und schlecht denken, er darf sogar fluchen. Doch er macht all das ganz bewusst! Und es ist ihm klar, dass es ihm nichts bringt. Er weiss, bald wir er aufstehen und damit anfangen, die Situation zu reflektieren, um sich selbst zu verändern. Jeder von uns ist ein Schöpfer!
Du hast dein Leben in der Hand und das ist gut so! Entscheide dich dafür, ein Schöpfer zu sein! Jetzt! Ich glaube an dich!

Lieber Gruss
Pascal Voggenhuber

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