Ich arbeite schon viele Jahre als Medium. Und noch immer berührt es mich am meisten, wenn ich Jenseitskontakte zu verstorbenen Kinder geben darf. Ich sage immer: Kein Verlust ist so schlimm, wie der Verlust des eigenen Kindes. Mein Verlag hatte mich früher schon mehrfach gefragt, ob ich nicht ein Buch zum Thema «Kinder und Tod» schreiben könnte. Doch ich habe es immer auf die lange Bank geschoben. Der Zeitpunkt war noch nicht da.

Doch dann wurde meine Freundin schwanger. Und ab der 14. Woche gab es enorme Schwierigkeiten während der Schwangerschaft. Die Ärzte haben uns mehrmals gesagt, dass die Chancen sehr schlecht stehen und wir uns mit dem Gedanken auseinandersetzen sollten, das Kind zu verlieren. 19 Mal waren wir auf dem Notfall und immer wieder mussten wir um das Leben des Babys bangen. Meine Geistführer haben mir zwar mehrmals die Botschaft gebracht, es komme alles gut, aber dennoch wurde ich mit all den irdischen Gefühlen und Ängsten konfrontiert. Zum ersten Mal spürte ich das Thema Sterben von Kindern nicht mehr aus der Sicht eines Mediums, sondern aus der Sicht eines werdenden Vaters. Das veränderte meine Ansicht total und mir wurde noch viel bewusster, wie schlimm der Verlust eines Kindes sein kann. Nun war der Zeitpunkt gekommen, mit dem Buch «Kinder in der Geistigen Welt» zu beginnen.

Der Tod eines Kindes ist nie umsonst.
Während des Schreibens konnte ich zum einen all die vielen Kontakte zu Kindern in der Geistigen Welt noch einmal reflektieren. Zum anderen haben mir auch meine eigenen Erfahrungen, die ich gleichzeitig durchlebt habe, geholfen, mich noch mehr mit dem Thema zu identifizieren. Eine der wichtigsten Informationen ist die: Der Tod eines Kindes ist nie umsonst! Das Kind hat mit einem klaren Auftrag auf diese Welt inkarniert. Der Auftrag ist ein Lernprozess, wir können ihn auch Lebensplan oder Seelenplan nennen. Es geht darum, eine bestimmte Anzahl an Erfahrungen zu machen, die für seine Seelenaspekte wichtig sind. Wenn der Auftrag erledigt ist, gehen die Seelenaspekte zurück in die Geistige Welt.

Ich habe versucht, in diesem Buch diesen und alle weiteren Aspekte und Gründe, weshalb ein Kind früh die Erde verlässt, genau zu erläutern. Aus spiritueller Sicht kann das tatsächlich logisch erklärt werden und es ergibt auch alles einen Sinn. Aber ist es auch wirklich tröstend? Tröstend für Familien, in denen ein Kind gestorben ist? Speziell natürlich für Mütter und Väter, die ihr eigenes Kind verloren haben?

Es war mein Geistführer, der mir noch eine weitere Sicht der Dinge aufgezeigt hat. Und sehr gerne möchte ich hier noch diesen wichtigen Punkt anfügen.

Mein Geistführer erklärt es so:
«Versucht, euren Blickwinkel zu verändern. Für euch ist das Sterben immer noch eine Strafe. Wenn jemand stirbt, seid ihr traurig über den Verlust. Doch es ist einseitig und egoistisch, wie ihr das Ganze betrachtet. Denn jede Seele inkarniert, um ihren Lernprozess zu machen. Der Aufenthalt für die Seele hier auf der Erde ist nur ein ganz kurzer Moment im Vergleich zur Ewigkeit, in der die Seele existiert. Eigentlich solltet ihr euch freuen, dass eine Seele nur ein paar wenige Stunden, Tage, Monate oder Jahre braucht, um ihren Lernprozess zu beenden und nicht wie andere 80, 90 oder noch mehr Jahre. Ein Kind, das nur kurze Zeit bei euch zu Gast ist, konnte einfach seinen Lernprozess in wesentlich kürzerer Zeit abschliessen. Ihr solltet euch also für die Seele freuen. Auch wenn der Verlust für euch gross ist, ihr dürft nie nur egoistisch sein. Vergesst nie, wir sind alle hier um zu lernen und auch ein solcher Verlust gehört zum Lernen dazu. Es mag herzlos klingen, aber genau so herzlos ist es, traurig zu sein, wenn jemand sein Ziel erreicht hat.»

So habe ich gelernt, den Tod eines Kindes aus der Sicht der Seele zu sehen. Die Seele, die nach Hause darf, weil sie ihre Aufgabe hier auf dieser Erde erfüllt hat. Es ist für mich auch sehr hilfreich, dass ich in all den Jahren nie eine Seele (egal ob Kind oder Erwachsener) getroffen habe, der es nicht gut ging in der Geistigen Welt. Sie sind auch nie traurig über ihren eigenen Tod.

Kinderwünsche an die eigenen Eltern
Sehr oft beobachte ich, dass gerade Kinderseelen immer wieder dieselbe Botschaft haben für ihre Eltern: «Bitte sag ihnen, sie sollen glücklich sein! Wenn sie glücklich sind, dann bin ich es um so mehr! Mir geht es gut. Ich wusste, dass ich so früh sterben werde. Ich bin nicht traurig, denn ich habe alles erlebt, was ich erleben musste. Sag ihnen auch, sie sollen ihr Leben wieder richtig leben und ohne schlechtes Gewissen glücklich sein! ICH bin ‹gestorben›, nicht SIE! Und bei mir ist alles in Ordnung, sag das! Sag ihnen, ich bin immer bei ihnen und ich werde nach ihrem physischen Tod wieder da sein. Dann werden wir wieder in Liebe vereint sein!»

Mögen diese Zeilen euch helfen, mit dem Verlustschmerz eines Kindes umzugehen. Möge er allen Heilung bringen, die sich dem Tod eines Kindes stellen mussten. Manchmal sind es auch Freunde und Verwandte, die die trauernden Eltern unterstützen. Dann braucht es oft keine Erklärungsversuche. Nur schon das eigene Verständnis für die Seele des Kindes kann unterstützend wirken.

Liebe Freunde, denkt immer daran: «Love can never die
Pascal Voggenhuber

Übrigens:
Unser Sohn kam 2013 gesund auf die Welt. Da ich durch ihn persönlich mit dem Thema «Sterben und Kinder» in Kontakt gekommen bin, wurde das Buch «Kinder in der Geistigen Welt» mein bisher emotionalstes Buch. Wer mehr darüber erfahren möchte findet hier weitere Informationen: Kinder in der Geistigen Welt

3 Kommentare
  1. Bingo3112
    Bingo3112 sagte:

    Man geht ja nicht nur dann zurück, wenn Mann alle Kugeln zusammen hat. Die Lebensaufgabe(n) die man hierher mitbringt, sind fast nie von Kinder zu erfüllen. Meist müssen die Kinder zurück, wenn die Aufgabe zu erfüllen unmöglich geworden ist. In solchen Fällen. Dann werden die 120 Jahre, von Geburt zu Geburt erheblich verkürzt, um mit einer neuen Aufgabe wieder zu kommen. Daher wird ein Tod durch Eigenverschulden damit bestraft, die volle Zeit bis zur Geburt zu warten.

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  2. Koralle
    Koralle sagte:

    Hallo, ich bin Vater von einem verstorbenen Sohn (8), den ich sehr geliebt habe und für immer lieben werde. Es war mein grösstes Glück in meinem Leben, Vater zu werden, ein Stolz von unerklärlichen Worten. Wir hatten so viele schöne gemeinsame Momente, wir haben oft gelacht und Spass gehabt – er war etwas ganz besonderes, hat oft Witze gemacht und war so frühlich, aber er war auch oft schwierig zum erziehen. Er war ein richtiger Lausbub, und darin habe ich mich gesehen. Es war ein Unfall im Wasser und passierte in unseren tollsten Ferien. Ich hatte die Verantwortung. Nun frage ich mich oft, warum und wieso… in der schönsten Zeit in meinem Leben kehrte alles um 180° von einer Sekunde auf die Andere zur Höchststrafe… und es gibt keine logische Erklärung dazu. Bestimmt ist das aus meiner Betrachtung so, aus der Sicht der Seele, rsp. der geistigen Welt, seiht es vielleicht anders aus. Ich habe dein Buch, Kinder in der geistigen Welt, gelesen- war gestern auch an deinem Vortrag in Aarau und es hilft mir, die Sicht von dir zu hören. Trotzdem ist der Schmerz unheimlich gross und er hinterlässt eine riesige Narbe in meinem Herz. Er war ein Geschenk, auch wenn er uns oft herausgefordert hat. Nun steht die Frage, musste meine Seele auch so eine Erfahrung machen? Ging es mir zu gut oder war das eine Strafe? Die Familie ist auseinandergerissen und dies wird wohl auch bis zu meinem Lebensende so bleiben. Die Betrachtung, dass es ihm und seiner Seele gut geht ist zu egoistisch!

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  3. Petra
    Petra sagte:

    Was ist mit den Kinderseelen
    Die trotzdem inkarnieren obwohl sie genau wissen dass mit dem Körper der Vermittlerin( Mutter)
    Nichts in Ordnung ist??
    Die Kinderseele inkarniert obwohl sie gesund inkarnieren will so lautet ihr Lebensplan sie jedoch aber vorher schon weis dass dieser Mutterkörper krankheiten
    Aufweist.
    Die Kinderseele inkarniert
    Und kommt mit einer Behiinderung auf die Welt.
    Ich bitte hiermit um eine Erklärung
    Weil sich dass nicht mit der Aussage von Pascal voggenhuber deckt dass jede kinderseele
    Sich wieder zurückzieht weil sie vorher schon wusste dass mit dem Mutterkörper nichts in Ordnung ist und eine Erkrankung vorliegt.
    Wir haben Millionen Kinder mit
    Dauerhaften Schwer Behinderungen sowas muss ja Erklärbar sein.
    Ich habe eine Erklärung dafür
    Aber ich möchte sie erst von
    Herrn Voggenhuber hören.

    Ps Ein Medium ist nicht dazu bestimmt in die geistige Welt zu blicken ihre Aufgabe bezieht sich nur auf die Vermittlung zwischen
    Lebende und verstorbene.

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