Das Glücklich-Sein vom Geld abhängig zu machen, wäre total falsch. Ich kenne viele Menschen, die haben sehr wenig Geld und sind viel glücklicher als andere, die mehr als genug davon haben. Und trotzdem ist es nicht so, dass Menschen mit viel Geld deshalb automatisch unglücklich sind. Viel eher denke ich, Glück und Geld haben nicht zwingend einen Zusammenhang.

Um das genauer zu beschreiben, erzähle ich euch etwas aus meiner Vergangenheit.

Meine persönliche Geschichte mit dem Geld.
Bis ich 27 Jahre alt war, hatte ich extrem wenig Geld. Die meisten von euch wären überrascht, mit wie wenig Geld ich gelebt habe. Aus heutiger Sicht scheint mir aber entscheidend zu sein, dass ich deswegen nie unglücklich war. Ich hatte mich einfach nie über Geld definiert und somit auch nie das Gefühl, mir würde etwas fehlen. Schon sehr früh habe ich bekanntlich damit begonnen, auf meine innere Stimme zu hören und mein Ziel zu verfolgen. Ich suchte nie nach dem idealen Beruf, sondern ich fragte mich immer: Was erfüllt mich? Was für Bedürfnisse möchte ich befriedigt haben?

Ich war oft ohne Geld, fühlte mich aber nie arm.
Nicht das Geld stand im Vordergrund, sondern das Gefühl, Menschen im Herzen berühren zu dürfen. So war ich meistens ganz glücklich am Abend, denn für dieses Gefühl braucht man kein Geld. Darin liegt auch der grosse Unterschied – arm sein und sich arm fühlen. Als ich meine Ausbildung zum Medium begann, konnte ich mir eigentlich keine Ausbildung leisten. Doch ich wollte es unbedingt. Und so habe ich halt teilweise drei Jobs parallel erledigt. Für keine Arbeit war ich mir zu wertvoll. Denn ich hatte ein klares Ziel und ich wusste, ich muss etwas dafür leisten, um das zu erreichen.

Ich wusste, ich muss anpacken – da hilft kein Maulen und kein Jammern.
So habe ich im Laufe der damaligen Zeit Putzjobs erledigt, Schrauben in einer Fabrik gezählt und abgepackt, in einem Umzug-Unternehmen angepackt, im Verkauf gearbeitet und nebenher habe ich mich selbständig gemacht. Gleichzeitig war ich damals auch noch auf der Schauspielschule. Ein Arbeitstag mit 16 Stunden war für mich normal. Bei all diesen unterschiedlichen Dingen habe ich überall etwas für mein Leben gelernt. Auch wenn es zugegebenermassen keinen Spass gemacht hat, eine Kloschüssel zu reinigen, so konnte ich damit doch wieder Geld sparen für die Ausbildung zum Medium, die ich unbedingt machen wollte. Mir ein paar Stunden Weiterbildung leisten zu können, das erfüllte mich. Ich habe mich nie geschämt oder mich minderwertig gefühlt, sondern ich hatte diese Vision in mir und wusste, es wird Zeiten geben, in der es anders sein wird. Ich war mir sicher, mit Ausreden und so weiter würde ich nie weiterkommen, sondern nur mit Anpacken, richtig denken und mit klaren Zielen.

Die zwei Bedeutungen von «arm sein».
Was will ich euch sagen damit? Ja, es kann sein, dass ihr kein Geld habt. Das verleitet dazu zu glauben, dass ihr arm seid. Und das wiederum zieht einen in den Kreislauf von Sorgen und Ängsten bei dem man sich für alle weiteren Schritte selber im Weg steht. Man kann also stehenbleiben, weil man arm an Geld ist und das nicht ändern kann. Oder man kann sich auf die zweite Bedeutung von «arm sein» konzentrieren. Arm ist nämlich auch, wer ein Leben führt ohne Ziele, ohne Träume, ohne Spass, ohne erfüllte Freundschaften, ohne Lachen, ohne brennende Vision.

Jede und jeder der will, kann etwas ändern.
Angefangen damit, über Träume und Ziele nachzudenken, oder sich mal auf das im Leben zu konzentrieren, was Freude und Spass macht. Vielleicht auch einfach wieder die wahren Freundschaften pflegen oder sich damit beschäftigen, welche Visionen ungelebt schlummern und schlummern. Wer damit beginnt, sein Leben zu überdenken und offen ist für Veränderungen, wird in eine neue Richtung gehen.

Aber nicht nur wollen – sondern auch etwas tun dafür!
Manchmal sind es Ängste, Prägungen und alte Gewohnheiten, die uns davon abhalten, aktiv zu werden. Seien wir aber ehrlich, nicht selten ist es schlichtweg die fehlende Disziplin. Damit meine ich die Bereitschaft, sich mächtig ins Zeug zu legen. Ich treffe regelmässig Menschen, die viel wollen, aber nicht bereit sind, wirklich etwas dafür zu tun. Das funktioniert so nicht. Es braucht auch Hartnäckigkeit und den Willen, immer wieder aufs Neue für unsere Sache einzustehen. Immer wieder darüber erzählen und immer wieder Wege finden, dem Ziel näher zu kommen. Wir müssen aktiv und eben auch diszipliniert sein, im Flow bleiben und dann wird der Rückfluss automatisch kommen. Wer reich ist im Inneren, bei dem wird auch viel wieder nach aussen fliessen. Dies ist für mich Glück.

Lieber Gruss
Pascal Voggenhuber

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