Nein, hier und heute schreibe ich nicht darüber, wie ihr euren Weg in die Freiheit findet. Obwohl, es gäbe ganz viel zu erzählen … Frei sein von der Vergangenheit, Freiheit im Beruf, sich frei fühlen von Erwartungen, Freiheit in der Partnerschaft, sich befreien von blockierenden Emotionen …

Ich konzentriere mich aber heute einzig auf die Freiheit im Denken! Ja, im Denken. Gerade in der letzen Zeit ist mir nämlich wieder aufgefallen, wie Menschen sich bereits im eigenen Denken so stark einschränken. Aber genau hier sind riesige Schritte Richtung Freiheit möglich. In jedem von uns schlummern Wünsche, Träume und Visionen. Aber wir lassen es nicht zu, solchen Gedanken nachzuhängen. Unser Verstand kommentiert dann gerne, dass wir uns die Zeit sparen können, weil es ja eh so unrealistisch sei. Oder dann kommt die Moral und meint, wir sollten doch bitte zufrieden sein mit dem, was wir haben und nicht ständig nach Höherem streben.

Moral und Verstand in Ehren, aber Schwachsinn ist Schwachsinn.
Wer es nicht schafft, einzig in Gedanken über sich hinaus zu wachsen und sich sein eigenes Leben in verschiedenen Szenarien vorzustellen, der steht sich beim Weg Richtung Freiheit von Anhang an selber im Weg. Erst wenn wir anfangen, alle möglichen Gedanken weiterzuspinnen, bekommen wir ein Gefühl dafür, was wir denn wirklich wollen, was wir erleben möchten, was uns einfach glücklich macht.

Probiert es aus. Werdet einfach mal gedanklich grössenwahnsinnig und geniesst es. Stellt euch vielleicht vor, wie es wäre, mit eurer Familie in einem warmen Land auf einer grossen Finca umgeben von blühender Natur zu leben. Oder euch ein Jahr Auszeit zu gönnen, mit einem Segelboot die Meere zu erkunden, mit einem Wohnmobil die Welt zu sehen … und all das zu tun, was ihr schon lange einmal erleben wolltet. Möglicherweise erschafft ihr euch in Gedanken ein wundervolles Haus, in dem ihr Menschen empfängt und über das Leben philosophiert oder ihr wohnt für mehrere Monate auf einer Alp, ihr kreiert euch euer höchstpersönliches Paradis oder ihr schafft den grossen Durchbruch mit eurem Beruf. Vielleicht trennt ihr euch gedanklich von eurem Partner oder ihr werdet über Nacht zur Berühmtheit. Geht einfach in jene Geschichten, die euer Herz sich wünscht. Geht gedanklich rein und schaut euch alles in allen Details an.

Den Verstand in Schach halten
Ich behaupte jetzt mal, jeder von euch begegnet bei diesem kleinen Experiment sofort dem Verstand, der jeden grössenwahnsinnigen Ansatz im Keim ersticken will, weil es doch so unrealistisch ist. Dann lächelt mal freundlich und geht einfach noch einen, zwei oder zehn Schritte weiter, wenn euch eine Gedankengeschichte gefällt. Stellt euch all die Details vor. Wie ihr euch fühlt, wie euer Leben aussieht, was euch gefällt und was euch glücklich macht. Haltet den Verstand in Schach, er wird sich ständig einmischen wollen – aber keine Sorge, das ist bei uns gut konditionierten Menschen (leider) normal. Einfach weiter phantasieren, in allen Details, in Farben, Bildern, Emotionen … es darf völlig übertrieben sein ohne den geringsten Zusammenhang zur Realität. Alles, was Freude macht, ist erlaubt … und beobachten, wie es euch dabei geht.

Nehmt es einfach als Spiel.
Es geht nicht darum, dass diese Gedankenwelten Realität werden sollen. Aber diese kleine Übung hilft uns, gedankliche Blockaden zu durchbrechen und mutiger zu werden. Es ist auch ganz gut, sich wieder einmal über die Begrenzungen des eigenen Verstandes klar zu werden. Und was mir besonders gefällt … indem man die Gedanken nicht im Keime erstickt und wirklich in alle bunten Details geht beginnt man zu spüren, was einen selbst glücklich macht. Natürlich auch genau so, was einen dann doch nicht so gefällt, wie man geglaubt hätte. Und darum geht es doch. Zu verstehen, was man denn eigentlich will und was nicht. Was erfüllt mich? Was wünsche ich mir? Was macht mich glücklich? Was fühlt sich richtig an?

So gebt ihr euch selbst die Chance, euch besser kennen zu lernen. Und es macht Spass :-). Sollte euch eine der Geschichten nicht mehr aus dem Kopf gehen, dann müsst ihr noch immer nicht euer ganzes Leben ändern. Aber tut eurem Herzen den Gefallen und sucht euch z.B. im Internet ein passendes Bild zu eurer Geschichte. Das wird dann euer neuer Bildschirmhintergrund, euer WhatsApp Profilbild, euer Handy-Startbild oder ihr hängt es ganz klassisch an den Kühlschrank.

Damit bleibt die Geschichte präsent und euer Herz wird euch den weiteren Weg weisen. Neue Gedanken können zu neuen Taten führen – für unser eigenes Leben und sogar darüber hinaus.

Ich wünsche euch viel Spass beim Denken!
Lieber Gruss, Pascal Voggenhuber

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