«Du darfst keinen Spass haben!»,

Oje, was ist mit der Spiritualität nur los? Manchmal frage ich mich, ob ich zu dieser Mainstream-Spiritualität noch dazu gehören will. Je mehr ich in die Szene hereinschaue, desto mehr fällt mir auf, dass es immer mehr Dogmen, Systeme und was weiss ich noch alles gibt, die dir vorschreiben, ob du spirituell bist oder nicht.

Wenn ich auf der Bühne stehe und lache, und viele der Zuschauer mitlachen, kommen nachher Mails in mein Büro … Menschen verurteilen mich, ich sei eine Schande für die spirituelle Szene, weil ich lache, Witze mache, lebe und die Menschen auffordere, mehr Spass zu haben. Ich soll doch bitte Vorbild sein! Leute was geht?! Für mich persönlich ist Spiritualität Lebensfreude pur! Ich will kein Vorbild sein. Ich will, dass die Menschen unabhängig und selbst wieder Schöpfer ihres Lebens werden. Und dass sie glücklich sind. Denn ich glaube, jeder der wirklich glücklich ist, trägt zum Frieden bei.

Mir geht es nicht darum, in eine Schublade zu passen oder irgend etwas zu erreichen oder zu sein. Ich denke, wir sollten alle mal aufwachen und aufhören, uns selbst zu «beweihräuchern». Auffhören uns abzukapseln als besser oder schlechter. Wir sind alle Menschen auf dieser Erde und jeder folgt seinem Auftrag. Ist es da wirklich wichtig, was für Aurafarben oder wie viele Geistführer ich habe? Wie viele Stunden ich in Meditation verbringe? Wie ich mich ernähre? Welche Worte ich benutze? Ob ich hellsichtig bin? Wie hoch meine Schwingung ist? Auf welcher Ebene ich bin? Ob erleuchtet? Weise? Oder was auch immer. All diese Eso-, Spirit-Etiketten … brauchen wir die echt?

Ich für meinen Teil, ich will die nicht mehr haben. Ich will lachen dürfen, ich will einen Witz machen dürfen auf der Bühne. Und ja, manchmal ist der Witz schmutzig oder unangebracht. Doch ich will leben. Wenn ich denn wirklich Vorbild sein möchte, dann nur für meinen Sohn. Ich wünsche mir, dass er eines Tages sagt: «Mein Papa war glücklich und hat mir gezeigt, wie es ist, glücklich zu sein!»

Hören wir doch auf, uns selbst was vorzumachen. Beginnen wir wieder zu leben, richtig zu leben! Lass die Freude und die Liebe in dein Herz, bleib bei dir. Höre auf, dich mit Etiketten zu schmücken und du wirst erkennen, dass du dann vielleicht dein Umfeld veränderst. Wichtig ist … du wirst gelebt haben. Und Freunde, das ist wie immer nur meine persönliche Meinung. Nicht mehr nicht weniger.

Alles Liebe,

Pascal